Buch · Rezension

Rezension: Granatapfeltage: Mein Roadtrip quer durch Spanien

cover_granatapfeltageÜberblick:
  • Titel: Granatapfeltage: Mein Roadtrip quer durch Spanien
  • Autorin: Karolin Kolbe
  • Ausgabe: Kindle Rezensionsexemplar, 176 Seiten (7,99 €)
  • Verlag: Planet! / Thienemann-Esslinger Verlag (15. Juli 2016)
  • Empfehlung:
    empf_4_sterne
Inhalt:

„Pläne sind zum Ändern da.“

Gretas Plan war es, mit ihrem Freund eine Fahrradtour durch Spanien zu machen. Doch obwohl sich dieser von ihr trennt und sie eigentlich ein Praktikum machen soll, hält Greta an ihrem Plan fest. Gegen den Wunsch ihrer Eltern, macht sie sich mit ihrem Bekannten Artjom auf die Reise, um ihren Eltern, ihrem Exfreund und ihrer besten Freundin, aber vor allem auch sich selbst, zu zeigen, dass sie Dinge durchziehen kann.

Rezension:

Mich hat dieses Buch sehr bewegt, weil es sich so ehrlich mit dem Zwiespalt auseinandersetzt, in den man als junger Mensch in der Übergangsphase zwischen Abi und Studium leicht gerät. Die eigenen Eltern haben meist ganz bestimmte Vorstellungen davon, was mal aus ihrem Kind werden soll. Doch obwohl sie nur das Beste wollen, liegen ihre Erwartungen und die Wünsche des Kindes, oder besser des jungen Erwachsenen, manchmal weit auseinander. Zwischen den Abschlussprüfungen und den Bewerbungsfristen bleibt zudem nur wenig Zeit, um in Ruhe herauszufinden, was man mit seinem Leben machen möchte. Greta hat den Mut, diese Erwartungen und Fristen für eine Weile außer Acht zu lassen und nimmt sich die Zeit, um über ihre eigenen Ziele und Wünsche nachzudenken. Und das macht es für mich zu einem ganz besonders wichtigen Buch. Denn es zeigt, dass es nur natürlich ist, hin und wieder zu zweifeln und dass es OK ist, sich dann die Zeit zu nehmen, die man braucht und hin und wieder mal die eigenen Entscheidungen zu überdenken und Pläne zu ändern. Und wie könnte man sich selbst besser kennenlernen, als auf einer Reise? Gretas Geschichte ist ein wunderschöner Reisebericht über Spanien, der einem nicht nur Lust macht, selbst auf Reisen zu gehen und neue Menschen kennenzulernen, sondern dem Leser auch einen ehrlichen, tiefen Einblick in Gretas Gefühlswirrwarr erlaubt.

Das einzige, was mir ein bisschen gefehlt hat, waren (tiefere) Einblicke in Gretas platonische Beziehungen zu ihren Eltern und ihrer besten Freundin. Natürlich geht es primär um Gretas Selbstfindungsreise, aber ich finde dazu gehört auch die Beschäftigung mit den Menschen, die wir in unserem Leben haben.

Fazit:

„Granatapfeltage“ ist ein wirklich schöner Reisebericht und eine ermutigende, wichtige Geschichte, die ich allen empfehlen kann, die sich vom Leben gerade etwas überrumpelt fühlen.

***Herzlichen Dank an den Thienemann-Esslinger Verlag, der mir das Buch über NetGalley zur Verfügung gestellt hat.***

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