Aktion

Herzensbücher

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Das neue Jahr hat gerade erst angefangen und schon ist wieder der eine Tag im Februar herangerückt, an dem uns alle möglichen Geschäfte davon überzeugen wollen, dass genau sie das perfekte Valentinstagsgeschenk für unsere Liebsten haben. Eigentlich bin ich kein besonderer Fan dieses rosaroten Tages, aber Ellen von booktraveler hat mich mit ihrer Herzensbücher-Idee gleich begeistert. Denn für Bücher schlägt mein Herz seit Jahren höher und da ist der Valentinstag doch eine famose Ausrede, um sich ein neues auszusuchen und sich ausgiebig über seine Lieblinge auszutauschen, oder? Es ist mir  deswegen eine besondere Freude, dir hier meine papiernen Lieblinge vorzustellen während du gleichzeitig die Möglichkeit hast, ein Buch deiner Wahl im Wert von bis zu 20€ zu gewinnen! Was du dafür tun musst erfährt du am Ende des Beitrags. Also auf geht’s mit der Liebeserklärung an meine drei Herzensbücher, die ich abgöttisch liebe, niemals dauerhaft hergeben würde und ohne die mein Bücherregal folglich nie wieder dasselbe wäre. ♥

„Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat.“ ~ Helen Hayes*

Tatsächlich habe ich meine Liebe zu Büchern durch meine Eltern entdeckt. Erst haben sie mir vorgelesen und später, als ich selber lesen gelernt habe, haben wir gemeinsam gelesen indem jeder abwechselnd einige Seiten vorgelesen hat. So haben wir unzählige gemeinsame Stunden verbracht und spannende Abenteuer erlebt. Bis heute bewundere ich sie dafür, dass sie die Geduld hatten, mein Erstklässler-ich seine eine und später kontinuierlich mehr Seiten vorlesen zu lassen bevor sie wieder übernommen haben und bin ihnen von Herzen dankbar, dass ich so lesen lernen durfte. Zwei Bücher, die mir dabei ganz besonders ans Herz gewachsen sind, sind „Altes Land, Neue Welt“ von Michelle Margorian und „Artemis Fowl“ von Eoin Colfer.

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„Altes Land, Neue Welt“ ist die tiefgründige, emotionale Geschichte der jungen Rusty, die sich in einer ihr fremdgewordenen Welt und Familie ihren eigenen Platz und ihr echtes Selbst zurückerobern muss:

Rusty wurde zu Beginn des zweiten Weltkrieges in die USA evakuiert. Als sie fünf Jahre später nach England zurückkehrt ist sie ganz verändert und das Land und ihre Mutter sind ihr fremd geworden. Ihren kleinen Bruder hat sie vorher nie kennengelernt und als sie aufs Internat kommt, eckt Rusty mit all ihren amerikanischen Angewohnheiten überall an und wird schnell zur Außenseiterin. Aber auch ihre Mutter, die während des Krieges als Automechanikerin tätig war, kann und will nicht mehr in ihre frühere Rolle als „hilflose“ Hausfrau zurück. Als die häusliche Situation immer angespannter wird stellt Rusty erstaunt fest, dass sich ihre Mutter in einer ähnlichen Situation befindet wie sie und schließlich beginnt zwischen den beiden eine behutsame Annäherung. (Gekürzter und teilweise umgeschriebener Klappentext)

Im Gegensatz dazu ist „Artemis Fowl“ ein turbulentes Abenteuer voll waghalsiger Geniestreiche und magischer Science-Fiction Elemente:

„Artemis Fowl ist erst zwölf, aber ein genialer Meisterdieb. Mit einem Trick gelangt er in den Besitz des Buches der Elfen und entdeckt ein Geheimnis, von dem kein Mensch etwas ahnte: Tief unter der Erde haben sie überlebt, die Elfen und Gnome, Kobolde und Feen aus den Märchen. Doch als er mit einem Haufen Feengold die Ehre seiner Familie retten will und Holly Short vom Polizeikorps der Unterirdischen gefangen nimmt, erkennt Artemis, mit was für einem gefährlichen Gegner er sich eingelassen hat.“ (Klappentext)

Die beiden Bücher sind abgesehen davon, dass die Protagonisten in etwa das gleiche Alter haben und Familie ein zentrales Thema ist, ziemlich verschieden. Aber mit beiden verbinde ich wie mit keinen anderen Büchern ein ganz besonderes Gefühl der Geborgenheit und des „Zuhauseseins“. Wenn ich sie aufschlage und lese, daran rieche und die inzwischen schon ganz mitgenommenen Einbände streichle, dann erinnere ich mich automatisch an all die gemeinsamen Stunden mit meinen Eltern. Dadurch sind die Bücher und ihre Figuren inzwischen ein Stück buchgewordene Heimat und Familie für mich geworden, die ich immer zur Hand nehme, wenn mich mal das Heimweh überkommt oder das Erwachsensein zu anstrengend wird. Mit meinem Papa habe ich auf diese Weise nach dem ersten Band der Artemis Fowl Reihe auch noch die nächsten drei Bände gelesen, die Geheimschriften entschlüsselt und übersetzt  bis ich sie eine Zeit lang genauso flüssig lesen konnte wie das normale Alphabet.

Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, diese Bücher jemals wegzugeben und habe die heimliche Hoffnung *hust*, dass ich sie oder andere, ähnliche Bücher eines Tages vielleicht auch mit meinen Kindern lesen und dieses Stück papierne Heimat an sie weitergeben kann. In jedem Fall haben mir diese Bücher gezeigt, welche Möglichekeiten in Büchern und in mir selbst stecken, haben mir Rückhalt gegeben aber (und jetzt wird es wirklich kitschig, aber es ist ja Valentinstag) auch den Mut, nach den Sternen zu greifen.

„Lesen heißt durch fremde Hand träumen.“ ~Fernando Pessoa*

Mein drittes Herzbuch erlaubt einem genau das: es zeigt einem einen wunderschönen Traum, den man immer weiter träumen möchte. Dabei ist „The Night Circus“ (auf Deutsch „Der Nachtzirkus“) von Erin Morgenstern auch ein Buch, das ganz zufällig seinen Weg in mein Bücherregal und Herz gefunden hat als meine Mama es mir von einer Reise mitbrachte. Anscheinend hat sie es in einer Flughafenbuchhandlung entdeckt und sich gedacht, dass es mir bestimmt gut gefallen würde. Und das hat es, wirklich sehr sogar.

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„The Night Circus“ erzählt die magische Liebesgeschichte zwischen Celia und Marco, die zugleich die Entstehungsgeschichte des wundervollsten Zirkus ist, von dem ich je gelesen habe:

Er kommt ohne Ankündigung und hat nur bei Nacht geöffnet: der Cirque des Rêves – Zirkus der Träume. Um ein geheimnisvolles Freudenfeuer herum scharen sich fantastische Zelte, jedes eine Welt für sich, einzigartig und nie gesehen. Doch hinter den Kulissen findet der unerbittliche Wettbewerb zweier verfeindeter Magier statt. Sie bereiten ihre Kinder darauf vor, zu vollenden, was sie selber nie geschafft haben: den Kampf auf Leben und Tod zu entscheiden. Doch als Celia und Marco einander schließlich begegnen, geschieht, was nicht vorgesehen war: Sie verlieben sich rettungslos ineinander. Von ihren Vätern unlösbar an den Zirkus und ihren tödlichen Wettstreit gebunden, ringen sie verzweifelt um ihre Liebe, ihr Leben und eine traumhafte Welt, die für immer unterzugehen droht.“ (Klappentext)

Ich kann verstehen, warum das Buch einigen nicht gefällt, aber mich hat es ganz und gar in seinen Bann gezogen. Diese traumhafte Qualität des Zirkus und auch die Geschichte von Celia und Marco haben mich tiefberührt und als das Buch zu Ende war, hätte ich weinen mögen, weil es den Zirkus nicht wirklich gibt und ich nie die Möglichkeit haben werde, ihn „wirklich“ zu besuchen, die verschlungenen Wege zu erkunden und immer neue, zauberhafte Zelte zu entdecken. Diese Erkenntnis war schlimmer als der Moment in dem mir klar wurde, dass ich nie eine Einladung nach Hogwarts bekommen würde und der Gedanke an den Zirkus hat mich seitdem nie mehr ganz losgelassen.

Als ich mich dann einige Jahre später für ein Thema für meine Bachelorarbeit entscheiden musste, fiel es mir dementsprechend überhaupt nicht schwer, zu beschließen sie über den Zirkus zu schreiben. Ich wollte einfach noch mehr Zeit mit ihm verbringen und ihn irgendwie erlebbar machen. Da ich leider nicht zaubern kann, waren meine Möglichkeiten allerdings sehr begrenzt und so habe ich mich am Ende damit begnügen müssen, die Geschichte zu einem Spielkonzept zu adaptieren.

Leider ist es bisher bei diesem rein theoretischen Stadium geblieben. Aber wer weiß, vielleicht kann ich es irgendwann tatsächlich umsetzen. Immerhin könnte der technische Fortschritt im Bereich Virtual Reality / 360° Video auch dazu führen, dass selbst solche magischen Erlebnisse bald in den Bereich des Möglichen kommen. Dann werde ich mein Konzept überdenken und mich freudestrahlend wieder in die Welt des Zirkus stürzen. Bis dahin werde ich ihn als Wunschtraum und Herzensprojekt mit mir herumtragen und auf die altbekannte, traditionelle Weise in ihn abtauchen: indem ich das Buch aufschlage und mit offenen Augen träume. : )

„Bücher sind kein geringer Teil des Glücks. Die Literatur wird meine letzte Leidenschaft sein.“ ~ Friedrich der Große*

Das sind sie also, meine drei Herzensbücher. Gibt es Bücher, die dir besonders ans Herz gewachsen sind und ohne die du dir dein Bücherregal nicht mehr vorstellen kannst? Was verbindest du mit ihnen und was macht ein Buch für dich zum Herzensbuch? Ich würde mich freuen, von dir zu hören und drücke dir die Daumen für das Gewinnspiel!

Liebe Grüße,
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Noch mehr Herzensbücher findest du bei:

Charline von Sternenbrise, Elena von Tintentick, Ellen von booktraveler, Giv von A handful of literature, Ramona von Kielfeder und Sarah von Pergamentfalter.

Und wenn du am Gewinnspiel teilnehmen willst sind das hier die Teilnahmebedingungen:
  • Kommentiert bis zum 17.02. bei mir oder einem der teilnehmenden Blogs, welches eurer Herzensbuch ist und schreibt eine kurze Erklärung warum.
  • Am 18.02. wird das Gewinnspiel auf Ellen’s Blog ausgelost.
  • Teilnahme ab 18, ansonsten wird eine Einverständniserklärung eurer Eltern benötigt.
  • Ihr müsst einen Wohnsitz oder ein Postfach in Deutschland haben, wohin der Gewinn versandt werden kann.
  • Es wird keine Haftung übernommen, wenn das Paket verloren gehen sollte.
  • Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
  • Die Kontaktdaten werden ausschließlich für den Versand des Gewinns verwendet.

*Die wunderschönen, buchigen Zitate habe ich auf  Nic’s Blog Lesenacht gefunden. Dort gibt es noch viele weitere und es lohnt sich, mal vorbeizuschauen!

2 Kommentare zu „Herzensbücher

  1. Hallo Saskia 🙂

    Die ersten beiden Bücher kenne ich gar nicht, aber sie klingen interessant. Vor allem ‚Artemis Fowl‘ hat mein Interesse geweckt, da die Geschichte einfach wundervoll magisch klingt. *-*

    ‚Der Nachtzirkus‘ sagt mir hingegen etwas und leider hat es mir damals gar nicht gefallen. Ich habe es sogar abgebrochen, weil ich damit einfach nicht warm geworden bin. Ich glaube, entweder mag man dieses Buch oder eben nicht. Aber es freut mich, dass dich dieses Buch so extrem begeistern konnte. Das nenne ich wirklich ein Herzensbuch, wenn es sogar das Thema deiner Bachelorarbeit beeinflusst hat.

    Vielen Dank nochmal, dass du an meiner Aktion teilnimmst und uns deine Herzensbücher gezeigt hast! 🙂

    Liebste Grüße
    Ellen

    Gefällt 1 Person

  2. Hallo Ellen,

    ich habe sehr gerne mitgemacht und große Lust bekommen, die Herzensbücher der anderen und meine wieder zu lesen. Also vielen lieben Dank an dich für diese schöne Idee!

    Achja, „Der Nachtzirkus“ hat so seine Ecken und Kanten, aber in die Artemis Fowl-Reihe solltest du mal reinschauen. Sie ist ein wirklich spaßiger Genremix und verbindet das Abenteuer eines Diebstahls mit einer unerwarteten Freundschaft, alte Magie mit Sci-Fi Elementen und dreht sich im Kern darum, dass ein brillianter Junge mit dem Verschwinden seines Vaters ringt. Ab dem fünften Band hat es dann leider nachgelassen, aber die ersten vier habe ich sehr gerne gelesen. 🙂

    Liebe Grüße,
    Saskia

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