Buch · Rezension

[Rezension] Guides – Die erste Stunde

Überblick:Cover_Guides
  • Titel: Guides – Die erste Stunde
  • Originaltitel: Dark Energy
  • Autor: Robison Wells
  • Verfügbare Ausgaben: Taschenbuch (14,00 €) & e-Book (10,99 €), je 272 Seiten
  • Verlag: HarperCollins Germany (10. April 2017)
  • Genre: Science Fiction, Jugendbuch
  • Empfehlung:
    empf_4_sterne

***Herzlichen Dank an  HarperCollins Germany, die mir über NetGalley ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.***

Klappentext:

Niemand weiß, was sich in dem gigantischen UFO befindet, das die Welt nach seinem Absturz in Atem hält. Und Alice ist sicher: Niemand außer ihr Vater, der für die NASA arbeitet, hätte seine siebzehnjährige Tochter jetzt auf ein Internat nach Minnesota gebracht – ausgerechnet mitten ins Zentrum der Katastrophe. Hier kommt Alice der Wahrheit hinter den Nachrichten gefährlich nahe. Doch mit der Wahrheit kommt auch die Angst vor den unbekannten Geschöpfen, die das Raumschiff verlassen … (Quelle: HarperCollins Germany)

Rezension:

Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, stand für mich schnell fest, dass ich dieses Buch würde lesen müssen. Denn er hat in mir genau die Gefühle ausgelöst, die ich zu fühlen erwarten würde, wenn hier plötzlich ein gigantisches Alienraumschiff abstürzen würde: Überraschung, Neugier und eine ungute Vorahnung, dass das noch üble Folgen nach sich ziehen könnte. Da konnte ich einfach nicht widerstehen.

Ich habe das Buch deshalb sobald es ging angefangen und konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen, denn es ist kurzweilig, unterhaltsam und spannend. Nach einem etwas ruckeligen Start flogen die Seiten wirklich nur so dahin und ich konnte es kaum abwarten, zu erfahren was als nächstes passiert. Die Kürze des Buches hat jedoch auch einige Fragen aufgeworfen, die leider unbeantwortet geblieben sind. Zum Beispiel hätte ich mir ein paar Seiten mehr gewünscht, um Alice besser kennenzulernen und glaubhafter mitzuerleben, wie sich ihre Beziehung zu den anderen Schülern entwickelt. Das lief mir anfangs alles ein bisschen zu sprunghaft ab. Da es sich bei dem Buch meines Wissens nach auch um ein Einzelwerk handelt und keine weiteren Bände folgen werden, hätte ich es zudem schön gefunden, noch ein paar mehr Hintergrundinformationen zu bekommen. Die eine oder andere Logiklücke wäre dann vielleicht geschlossen worden.

Abgesehen davon hat mir das Buch wirklich gut gefallen. Alice geht mit dem Absturz und ihrem plötzlichen Umzug sehr viel gelassener um, als ich mir das in so einer Situation zutrauen würde und scherzt lieber darüber als sich zu verkriechen.  Das fand ich sehr erfrischend und es hat ihr bei mir und den anderen Figuren viele Sympathiepunkte eingebracht. Auch das Buch selbst profitiert von ihrer humorvollen, hilfsbereiten Art und den spritzigen Dialogen, denn sie setzen dem dunklen, beklemmenden Gefühl der Unsicherheit und Angst einen hellen, warmen Kontrast entgegen, der die Geschichte ausgleicht und gleichzeitig das Dunkle noch stärker hervorhebt.

„Wir werden die Jungs von dir grüßen“, hörte ich Rachel hinter mir sagen. „Auf deinem Begräbnis“, fügte Brynne hinzu. „Oder der Gedenkfeier. Man wird wohl keinen Körper mehr finden.“
(Position 1733)

Und in einem Buch in dem plötzlich ein Raumschiff abstürzt und zwei verschiedene Kulturen aufeinander treffen gibt es natürlich einiges an Dunkelheit: Da ist der Schmerz derjenigen, deren Angehörige und Freunde beim Absturz ums Leben gekommen sind, die Angst vor dem Unbekannten, das einem gefährlich werden oder etwas wegnehmen könnte und natürlich auch die Gier einiger, die ungeahnten Möglichkeiten zu ihrem eigenen Profit auszunutzen bevor ihnen jemand zuvorkommt. Konflikte sind da quasi vorprogrammiert und werden im Buch auch thematisiert. Allerdings auf eine sehr einfühlsame, anregende Art und Weise.

„Daran habe ich noch gar nicht gedacht. Für euch sind wir ja die Aliens.“
(Position 1277)

Alys Einstellung hat auf mich sehr glaubhaft gewirkt und mir gefallen. Obwohl sie selbst auch ihre Zweifel und Befürchtungen hat, versucht sie erst einmal offen und freundlich zu sein und erst mehr zu erfahren bevor sie sich ein Urteil bildet. Dabei lässt sie sich nicht von den Ereignissen überrumpeln und bleibt sich selbst treu während sie versucht, das Beste aus der Situation zu machen und ihre neuen Freunde zu schützen.

Vielleicht sah ihre Realität düster aus, aber in meiner Welt gewannen immer noch die Guten, und die Bösen scheiterten.
(Position 2714)

Fazit:

Guides – Die erste Stunde ist eine spannende Geschichte, die mich sehr gut unterhalten und mir viel Stoff zum Nachdenken gegeben hat.

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